Wie kann eine klimaneutrale Wärmeversorgung in einem Flächenland wie Schleswig- Holstein mit seinen urbanen Zentren, ländlichen Räumen und Küstenregionen gelingen?
Schleswig-Holstein hat das Ziel, die Wärmeversorgung bis zum Jahr 2040 klimaneutral zu gestalten. Während im Strombereich bereits zahlreiche erneuerbare Energien zum Einsatz kommen, war der Wärmesektor weiterhin stark von fossilen Brennstoffen geprägt. Um gezielt Potenziale für eine umweltfreundliche Wärmeversorgung zu identifizieren, hatten das Ministerium für Energiewende, Klimaschutz, Umwelt und Natur (MEKUN) und ENEKA vor einiger Zeit ein Projekt zur Erstellung einer detaillierten Wärmeliniendichtekarte gestartet, welches mittlerweile erfolgreich abgeschlossen wurde.
Die nun fertiggestellte Karte zeigt präzise auf, in welchen Regionen besonders hoher Wärmebedarf besteht und wo der Ausbau von Fernwärme wirtschaftlich sinnvoll ist. Kommunen, Kreise und Regionen erhalten damit eine verlässliche und einheitliche Grundlage für ihre Planungen. Die Ergebnisse der Karte sind datenschutzkonform und werden vom Land Schleswig-Holstein öffentlich zugänglich über das Wärmeportal des Digitalen Atlas Nord (DANord) zur Verfügung gestellt, sodass sie auch für weiterführende technische und wirtschaftliche Bewertungen genutzt werden können.
ENEKA übernahm die fachliche Umsetzung und brachte seine Expertise in der energetischen Analyse ein. Das Projekt stellt fundierte Daten bereitgestellt, die als Grundlage für konkrete Wärmeplanungsprojekte dienen können. Damit leisten MEKUN und ENEKA gemeinsam einen bedeutenden Beitrag zum Klimaschutz in Schleswig-Holstein.



